Ökologische Haustechnik
Heizsysteme
Strom, Pellets, Gas, Öl, ...
Welcher Energieträger ist der Richtige?
Was macht Sinn bei meinem Gebäude?
Diese Fragen sind nicht pauschal zu beantworten. Hierzu bedarf es einer detaillierten Betrachtung des jeweiligen Objektes und seines Eigentümers!
Wir hören Ihnen zu und nehmen uns Zeit für Sie. Wir nehmen Ihre Wünsche und Vorstellungen ernst und suchen die - den Anforderungen unserer Zeit entsprechend - beste Lösung für Sie und Ihr Haus. Dies geschieht unter Berücksichtigung der erforderlichen Notwendigkeiten, Ihren finanziellen Möglichkeiten, des technisch Möglichen/Sinnvollen und nicht zuletzt unter Beachtung des schonenden Umgangs mit unserer Umwelt!
Nutzen Sie unser Wissen aus über 40 Jahren Erfahrung in der Heizungs- und Dämmtechnik vom Dach bis zum Keller - durch eine individuelle Beratung, auch für ein Gesamtkonzept zur Energieeinsparung für Ihr Haus!
Bei der Auswahl eines Heizsystems betrachten wir das Gebäude ganzheitlich: Wärmebedarf, Dämmstandard, vorhandene Heizflächen, Warmwasserbereitung, verfügbare Dach- und Grundstücksflächen sowie die individuellen Wünsche und finanziellen Möglichkeiten. Ziel ist ein möglichst effizientes und zukunftsfähiges Gesamtkonzept.
Wärmepumpen
Wärme aus der Umwelt gewinnen und damit das eigene Haus beheizen? Was zunächst ein wenig nach Zauberei klingt, ist eigentlich ein gut erprobtes Prinzip.
Eine Wärmepumpe nutzt die in der Außenluft, im Erdreich oder im Wasser vorhandene Energie. Mit Hilfe von Strom wird diese Umweltwärme auf ein für Heizung und Warmwasser nutzbares Temperaturniveau angehoben. So kann aus vergleichsweise wenig eingesetztem Strom ein Vielfaches an Wärme entstehen.
Besonders effizient arbeitet eine Wärmepumpe, wenn die benötigte Vorlauftemperatur möglichst niedrig ist. Fußboden- oder Wandheizungen bieten dafür ideale Voraussetzungen. Aber auch im bestehenden Gebäude ist eine Wärmepumpe nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Oft reichen schon eine Optimierung der Heizungsanlage oder einzelne größere Heizkörper aus, damit das Haus mit niedrigeren Temperaturen ausreichend warm wird.
Eine Wärmepumpe hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Vor Ort wird kein Brennstoff verbrannt. Es gibt keinen Öltank, keinen Gasanschluss und keinen Schornstein für die Verbrennung. Der benötigte Strom kann zudem zu einem Teil oder - je nach Anlagengröße und Verbrauch - zu einem erheblichen Anteil von einer eigenen Photovoltaikanlage kommen.
Gerade die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist deshalb interessant. Wenn die Sonne scheint, kann der selbst erzeugte Strom direkt für die Wärmepumpe genutzt werden. Ein Energiemanagementsystem kann zusätzlich dabei helfen, den Betrieb der Wärmepumpe möglichst sinnvoll an die eigene Stromerzeugung anzupassen.
Ob eine Wärmepumpe für Ihr Haus die richtige Lösung ist, lässt sich allerdings nicht allein anhand des Baujahres entscheiden. Entscheidend sind unter anderem der Wärmebedarf, die benötigte Vorlauftemperatur, die vorhandenen Heizflächen und die Möglichkeiten vor Ort.
Wir schauen uns Ihr Gebäude genau an und prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Lösung technisch sinnvoll ist - und natürlich auch, was wirtschaftlich zu Ihnen und Ihrem Haus passt.
Photovoltaik
Die Sonne liefert uns Energie, ohne Risiken, ohne Schadstoffe.
Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Der erzeugte Strom kann im Gebäude unmittelbar genutzt, mit einem Batteriespeicher zeitversetzt verwendet oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Besonders interessant ist Photovoltaik in Verbindung mit weiteren elektrischen Verbrauchern wie einer Wärmepumpe, einer Wallbox oder einem Batteriespeicher. Ein Energiemanagementsystem kann dabei helfen, den Eigenverbrauch des Solarstroms zu erhöhen.
Ein großer Vorteil gegenüber der Solarthermie ist die vielseitige Verwendung des erzeugten Stroms: Er kann nicht nur für Warmwasser und Heizung eingesetzt werden, sondern für nahezu alle elektrischen Verbraucher im Gebäude. Überschüssiger Strom kann ins Netz eingespeist werden. Außerdem lässt sich eine PV-Anlage vergleichsweise einfach erweitern.
Bei der Planung sollte die verfügbare Dachfläche möglichst gut genutzt werden. Anders als bei einer Solarthermieanlage muss die erzeugte Energie nicht unmittelbar als Wärme im Gebäude genutzt werden. Dadurch kann auch Solarstrom, der nicht sofort benötigt wird, anderweitig genutzt oder eingespeist werden.
Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe ist besonders interessant: Ein Teil des für die Wärmepumpe benötigten Stroms kann direkt vom eigenen Dach kommen. Allerdings fallen Stromerzeugung und Heizbedarf insbesondere im Winter zeitlich auseinander. Ein Batteriespeicher und eine intelligente Steuerung können den Eigenverbrauch erhöhen, ersetzen aber keinen Netzanschluss.
Solarthermie
Mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung lässt sich unser Warmwasserbedarf bis zu 60% decken.
Mit einem Wärmemengenzähler können Sie jeden Tag Ihren Ertrag ablesen. Das im Solarspeicher gepufferte Wasser können Sie zur Trinkwassererwärmung, Heizungsunterstützung, zum Wäschewaschen und für Ihre Geschirrspülmaschine nutzen. Hierdurch wird Strom eingespart, der sonst im Heizstab des jeweiligen Gerätes verbraucht würde.
Von der Sonne erwärmte Solarflüssigkeit zirkuliert zwischen Kollektor und Solarspeicher. Über einen Wärmetauscher wird diese Wärme an das Wasser im Wärmespeicher und von dort über einen weiteren Wärmetauscher an das Trinkwasser abgegeben oder in die Heizkörper geleitet (siehe auch "Hygienische Trinkwasserbereitung"). Eine Solarstation regelt über Temperaturfühler am Kollektor und im Pufferspeicher den Einsatz der Zirkulationspumpe.
Röhrenkollektoren
Durch die Vakuumhülle des eigentlichen Absorbers werden die Wärmeverluste des Kollektors fast auf Null reduziert. Der unter den Röhren installierte CPC-Spiegel reflektiert die Solarstrahlung immer auf den runden Absorber innerhalb der Röhren. Dieses wirkt sich besonders gut bei Dachflächen aus, die nicht exakt nach Süden ausgerichtet sind oder nicht genügend Fläche bieten. Röhrenkollektoren erreichen einen bis zu 30% höheren Jahresenergieertrag gegenüber Flachkollektoren.
Flachkollektoren
Flachkollektoren besitzen im Gegensatz zu den Vakuumröhren eine flache Absorberfläche. Ihre Rückseite ist wärmegedämmt, um Wärmeverluste zu vermeiden. In den meisten Fällen sind Flachkollektoren zu bevorzugen, da sie eine preisgünstige Alternative zum Röhrenkollektor darstellen.
Photovoltaik oder Solarthermie?
Die Sonne schickt uns ihre Energie kostenlos aufs Dach. Die Frage ist nur: Was machen wir daraus - Wärme oder Strom?
Mit einer Solarthermieanlage wird die Sonnenenergie direkt in Wärme umgewandelt. Sie kann zur Warmwasserbereitung und, bei entsprechender Auslegung, auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden.
Eine Photovoltaikanlage macht aus Sonnenlicht Strom. Dieser kann im eigenen Haus genutzt werden - zum Beispiel für Haushaltsgeräte, eine Wärmepumpe oder eine Wallbox. Überschüssiger Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist oder mit einem Batteriespeicher für später aufgehoben werden.
Gerade wenn die Dachfläche begrenzt ist, lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Photovoltaik ist hier häufig die flexiblere Lösung, weil der erzeugte Strom für viele verschiedene Zwecke genutzt werden kann. Solarthermie hat dagegen den Vorteil, dass die Sonnenenergie ohne Umweg direkt für die Wärmeerzeugung genutzt wird.
Was am Ende die bessere Lösung ist, hängt von Ihrem Haus und Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Wie hoch ist der Wärmebedarf? Wie wird das Warmwasser bereitet? Welche Heizung ist vorhanden oder geplant? Wie viel Dachfläche steht zur Verfügung?
Und manchmal muss es auch gar nicht „entweder oder“ heißen: Je nach Gebäude und Anlagenkonzept können Photovoltaik und Solarthermie auch miteinander kombiniert werden.
Wir schauen uns die Möglichkeiten gemeinsam mit Ihnen an und finden heraus, welche Lösung für Ihr Haus sinnvoll ist.
Heizen mit Holzpellets
Mit einen vollautomatischen Heizkessel für Holzpellets heizen Sie komfortabel und wartungsarm. Die Pellets werden automatisch aus dem Lager zum Heizkessel transportiert - Sie müssen also nicht wie beim Scheitholz regelmäßig nachlegen.
Holzpellets sind komprimierte Energie:
Sie werden aus Holzresten in der Regel aus naturbelassenen Holzresten bzw. Sägenebenprodukten gepresst und besitzen einen deutlich höheren Heizwert als Brennholz. Heizen mit Holzpellets ist nachhaltig, da Holz aus einheimischen Wäldern als nachwachsender Rohstoff in ausreichend großer Menge verfügbar ist.
Holzpellets verbrennen CO2-neutral:
Sie setzen beim Verbrennen dieselbe Menge CO2 frei, die der Baum beim Wachsen aufgenommen hat oder beim Zerfall im Wald abgeben würde. Das CO2 der Herstellung und des Transports wird bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt. Trotzdem stellt es im direkten Vergleich die bessere Alternative zu den fossilen Energieträgern dar - insbesondere dort, wo eine Wärmepumpe nicht oder nur mit größerem Aufwand sinnvoll eingesetzt werden kann.
Wo Platz für Öl war, ist auch Platz für Pellets:
Holzpellets werden lose mit einem Tankwagen geliefert, so wie Öl - riechen aber besser!
Erkundigen Sie sich bei uns nach Förderprogrammen zu Pellets-Heizsystemen.
Der SolvisMax - mit Sonne, Strom, Gas, und Holz
Der SolvisMax ist ein vielseitiges, ausbaubares Heizbrennersystem und aufgrund seiner Konstruktion unsere favorisierte Lösung für Ein- und Zweifamilienhäuser. Er ist platzsparend, hat einen höheren Wirkungsgrad als andere Heizsysteme und ist bezüglich der Brennstoffwahl flexibel. So besteht die Möglichkeit mit dem Wechsel des Brenners auf andere Brennstoffe umzusteigen oder das System z.B. mit einer Solaranlage und/oder dem Anschluss eines Kaminofens auszubauen.
Die Möglichkeit der Kombination verschiedener Energieträger liefert ein Höchstmaß an Flexibilität und Unabhängigkeit hinsichtlich zukünftiger Energiepreisentwicklungen.
So kann beispielsweise die im Brennwertgerät erzeugte Wärme zusammen mit der Energie eines Holzscheitofens und der Solaranlage in einem gemeinsamen Puffer gespeichert werden. Der gemütliche Kaminofen sorgt dann nicht nur für eine angenehme Atmosphäre im Wohnzimmer, sondern gleichzeitig auch noch für eine heiße Dusche am nächsten Morgen.
Durch die Anordnung des Brenners innerhalb des Pufferspeichers sind die Intervalle, in denen der Brenner zündet, geringer und es fallen keine Leitungsverluste für die Verbindung vom Brenner zum Pufferspeicher an.
Die hygienische Trinkwassererwärmung nach dem Prinzip der Durchlauferhitzung sorgt für ständig frisch erzeugtes Warmwasser (keine Trinkwasserbevorratung).
Der Pufferspeicher selbst ist als Schichtenlader ausgeführt, d.h. solar erzeugte Wärme wird effektiver genutzt, weil sie in die jeweilige Wärmeschicht eingespeist wird.
Hygienische Trinkwasserbereitung
Bei der hygienischen Trinkwasserbereitung wird das Trinkwasser im Durchlaufprinzip erhitzt. D.h. das Trinkwasser wird nur bei Anforderung durch einen an den Pufferspeicher angeschlossenen Wärmetauscher geführt. Anders als bei der Trinkwasserbevorratung im Brauchwasserspeicher - der eine gewisse Menge an Trinkwasser erhitzt und bevorratet - wird das Trinkwasser bei der hygienischen Trinkwasserbereitung nur bei Bedarf erhitzt und nicht gespeichert. Hierdurch wird ein regelmäßiges Aufheizen des Pufferspeichers auf über 70°C (Legionellenschutz) überflüssig.
Wirtschaftlichkeit und Förderung
Wirtschaftlichkeit
Wie wirtschaftlich ein neuer Heizkessel ist, hängt von dem vorhandenen und zu ersetzendem System ab und der Höhe des Energieverbrauches. Je höher der Verbrauch ist, umso kürzer ist die Amortisationszeit einer neuen Anlage.
Die Lebenserwartung von Heizungsanlagen liegt zwischen 20-30 Jahren. Nach 10 bis 15 Jahren waren in der Vergangenheit die Techniken so weit fortgeschritten, dass der Einbau eines neuen Heizkessels Einsparungen bzw. Amortisationszeiten hervorbrachte, die einen Wechsel auch ökonomisch sinnvoll machten. Amortisationszeiten - und somit die ökonomische Betrachtung von Heizungsanlagen - stehen in direkter Abhängigkeit zu den Energiepreisen und ihrer Entwicklung. Je mehr die Preise ansteigen, um so rentabler ist der Umstieg auf ein neues Heizsystem und die Nutzung solarer Energie.
In jedem Fall ein Gewinn ist die Einbindung von Solarenergie und die Reduzierung Ihres Engergiebedarfs für die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die energetische Amortisation ist bereits nach 2-3 Jahren vollzogen und jedes weitere Jahr spart Ressourcen und schont unsere Umwelt. Wer generationsübergreifend verantwortungsbewusst handeln will, muss an erster Stelle die Reduzierung unseres Energieverbrauches setzen.
Förderungen
Solaranlagen werden von verschiedenen Stellen bundes- und landesweit gefördert.
Hier einige Ansprechpartner die Förderprogramme bereitstellen:
- Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
- progres.nrw, Programmbereich Markteinführung, NRW Wirtschaftsministerium
- KfW-Programm "Erneuerbare Energien" und "Energieeffizient Sanieren"